3. NEWSLETTER: Studie E-Mobilität in der Region Lüneburg

von Wendy Krönert (Kommentare: 0)

Im Auftrag des Planungsteams von EBP und PTV sowie der Lenkungsgruppe der "Studie Elektromobilität für die Region Lüneburg" (Eine Kurzbeschreibung der Studie Elektromobilität für die Region Lüneburg finden Sie hier)

Werkstattbericht

Die erste Phase des Projektes haben wir hinter uns gelassen. Die Bestandanalyse wurde im 1. Zwischenbericht dokumentiert und die Ergebnisse dem Projektbeirat und der Lenkungsgruppe am 16. Oktober vorgestellt und diskutiert. Die Ergebnisse dienen nun als Grundlage und fließen in die Potenzialanalyse ein.

Was wissen wir jetzt schon? Ein Kurzauszug:

  • In der Region wohnen aktuell ca. 1.3 Mio. MIV-mobile Personen. Damit sind Personen gemeint, die selbständig einen Pkw fahren dürfen/können. 35 % davon leben in den Agglomerationsräumen von Hamburg, Bremen und Bremerhaven.
  • Erwartungsgemäß existieren die aufkommensstärksten Verkehrsverflechtungen zwischen den Metropolen Hamburg, Hannover (inklusive Region) und Bremen mit ihrem jeweiligen Umland. Diese Städte sind wichtige Zielpunkte für die Region Lüneburg. Die Landkreise Harburg, Stade und Cuxhaven sind die aufkommensstärksten Wohnstandorte der Berufspendler. Gut ein Drittel der PKW-Fahrten sind bis zu 20 km lang. Weitere gut 50 % der PKW-Fahrten liegen zwischen 20 und 50 km. Nur gut 15 % der Fahrten sind länger als 50 km.
  • Mit Stand vom 01.01.2017 sind 575 Elektrofahrzeuge in der Region Lüneburg zugelassen. Dies entspricht einem Anteil von 0,06 % an allen zugelassenen Fahrzeugen in der Region. Zum Vergleich: Im Land Niedersachsen und in Deutschland insgesamt lag dieser Anteil bei jeweils 0,07 % - also auf ähnlich niedrigem Niveau.
  • Insgesamt gibt es derzeit 227 öffentlich zugängliche Ladesäulen in der Region. Von weiteren 11 geplanten Ladesäulen wissen wir. Wenn man davon ausgeht, dass jede dieser Ladesäule zwei Ladepunkte besitzt, sind derzeit 0.8 Ladpunkte pro zugelassenem Elektrofahrzeug in der Region Lüneburg vorhanden. Mit diesem Newsletter senden wir Ihnen die Karten mit allen erfassten öffentlich zugänglichen Ladesäulen zur Illustration der räumlichen Verteilung mit.

Und was machen wir gerade?

Aktuell definieren wir im Rahmen der Potenzialanalyse Szenarien und bauen entsprechend das Modell für die Prognose der Anzahl Elektrofahrzeuge in der Region auf. Mit dem erarbeiteten Wissen aus der Bestandsanalyse berechnen wir anschließend den zukünftigen Ladebedarf in der Region Lüneburg. Die Ergebnisse werden im fortgeschriebenen Zwischenbericht dokumentiert und am 12. Dezember 2017 der Lenkungsgruppe und dem Projektbeirat präsentiert.

Projektkommunikation - Kurzbeschreibung

Im Anhang zu diesem Newsletter senden wir Ihnen eine offizielle Kurzbeschreibung zum laufenden Projekt. Diese Kurzbeschreibung soll Ihnen dazu dienen, um über das Projekt zu berichten. Sie dürfen die Beschreibung gerne auf Ihre Region-Homepage laden bzw. den Text entsprechend verwenden.

IONITY -  Autohersteller errichten Schnellladenetzwerk

Am letzten Freitag, den 03.11.2017 haben die Firmen BMW, Daimler, Ford und Volkswagen (mit Audi und Porsche) die Gründung des Joint Venture Unternehmens IONITY bekannt gegeben. Ziel ist es ein öffentliches europäisches Schnellladenetzwerk zu errichten. Bis 2020 sollen 400 Schnellladestationen entlang von Hauptverkehrsachsen in Europa entstehen. Die Ladeleistung soll bis zu 350 kW pro Ladepunkt betragen. Der Aufbau der ersten 20 Schnellladestationen startet noch in diesem Jahr. Diese werden an Autobahnen und Hauptverkehrsachsen unter anderem in Deutschland, Norwegen und Österreich errichtet.
Quelle: http://ionity.eu

Welchen Einfluss hat das auf die Region Lüneburg?

Mit einem flächendeckenden Schnellladenetz in Deutschland bzw. in Europa wird die Region Lüneburg ebenfalls besser erreichbar sein. Das Hemmnis von langen Ladezeiten und damit verbunden auch langen Reisezeiten mit E-Fahrzeugen wird ein Stück weit abgebaut. Dies kann einerseits einen Einfluss für den Tourismus in der Region haben. Andererseits wird es auch für Bewohner der Region leichter werden, weitere Strecken mit einem E-Fahrzeug zu bewältigen. Grundsätzlich ist das Joint Venture von namhaften Firmen ein starkes Zeichen dafür, dass die Elektromobilität noch mehr an Fahrt gewinnt.
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Verantwortlich:

EBP Deutschland GmbH
Holger Frantz
Am Hamburger Bahnhof 4
DE 10557 Berlin
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Telefon +49 30 120 86 82 0
Direktwahl +49 30 120 86 82 19

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