Region "Moorexpress-Stader Geest": Übergabe der Urkunde zur Anerkennung als EU-Förderregion 2014-2020 am 07.05.2015 im Tagungskleinod Hof Sonnentau (Visselhövede)

von Wendy Krönert (Kommentare: 0)

v.r.n.l.: S. Dierken (ArL Lüneburg, GS Verden), J.-C. Lendner (Grontmij GmbH), K. Koopmann (Stadt Bremervörde), J. Schiecke (Landesbeauftragte), R. Handelsmann (Bgm. SG Fredenbeck), P. Walthart (SG Harsefeld)
Foto: © Joachim Roemer, ArL LG

Landesbeauftragte für die Region Lüneburg überreicht Urkunde an Regionsvertreter

Im Rahmen eines Festaktes hat die Landesbeauftragte Jutta Schiecke am 07. Mai in Visselhövede einem Teil der im Bezirk Lüneburg ausgewählten ILE- und LEADER-Regionen bzw. deren Lenkungsgruppen und Lokalen Aktionsgruppen ihre Anerkennungsurkunden überreicht. Die eingeladenen Regionen haben sich erfolgreich am Auswahlverfahren für ILE und LEADER 2014 bis 2020 beteiligt und können nun mit der Umsetzung ihrer jeweiligen Entwicklungsstrategie beginnen. Die Ausstellungen der tatsächlichen Bewilligungsbescheide sind nur noch reine Formsache. Das Land Niedersachsen arbeitet an einer schnellen Lösung. Danach kann der Prozess dann auch operativ beginnen.

Die Bewerbung der Region Moorexpress-Stader Geest war zwar erfolgreich, aber nicht so erfolgreich wie von den Akteuren ursprünglich erhofft. Anstatt LEADER wird man nun die Integrierte Ländliche Entwicklung (kurz ILE) in den Jahren 2014-2020 umsetzen. Laut Schiecke war der Bewerbungsprozess bei LEADER hart umkämpft und eng. Um knapp 40 Startplätze haben sich über 50 Regionen beworben. Es konnten aber leider nicht alle ausgewählt werden, und südniedersächsische Regionen hatten aufgrund ihrer Strukturschwäche auch eine Art Sonderstatus im Auswahlverfahren. Somit hat die unabhängige Jury des Auswahlverfahrens die Region Moorexpress-Stader Geest „nur“ für den ILE-Prozess zugelassen. Akteure und Bürgermeister sehen die Bewerbung – nach einer kurzzeitigen emotionalen Delle – dennoch als Erfolg. Man wird zwar kein eigenes festes Budget haben, kann aber nichtsdestotrotz die guten Ideen, Ansätze und Projekte der Regionalen Entwicklungsstrategie auf den Weg bringen. Denn eine gute Strategie und zukunftsorientierte Projekte, die die Region hat (!), kann man selbst mit einem eigenen Fördermittelbudget nicht kaufen.

Es ist jetzt am Prozess gelegen, künftig alle Vorhaben einzeln zu beantragen. Aber auch das ist mit den Fachkenntnissen der Akteure sowie der Unterstützung der Bewilligungsstelle ohne Weiteres möglich.

Die große Bandbreite an eingereichten Konzepten sowie die begrenzten „Förderplätze“ (64 Bewerbungen auf 61 mögliche Regionen [LEADER 41; ILE 20]) haben aber auch Verlierer hervorgebracht. Niedersachsenweit sind drei Regionen leer ausgegangen. Sie werden nicht Bestandteil der EU-Förderkulisse 2014-2020 sein.

Die Region Moorexpress-Stader Geest wird sich nun wieder Ihrer Arbeit und auch neuen Kooperationsmöglichkeiten mit Nachbarregionen widmen und schnellstmöglich das Alltagsgeschäft des Förderprozesses aufnehmen. Mit dem vorliegenden Konzept sollen Themen bzw. Handlungsfelder wie Gestaltung des demografischen Wandels, Klimaschutz und Innenentwicklung, Natur- und Moorschutz, Regionale Wirtschaftsentwicklung, Landwirtschaft und Tourismus bearbeitet und nachhaltig umgesetzt werden. Mit neuen Fördergeldern können, wie auch in der Vergangenheit, viele interessante Projekte angestoßen und unterstützt werden, so dass sich die Region auch in Zukunft weiterentwickelt.

Weitere Informationen zum Auswahlverfahren finden Sie im Internet beim Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbrauchersachutz:  http://www.ml.niedersachsen.de

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